Erste kommerzielle Streak-Kamera mit Halbleitersensor

Optronis stellt Streak-Kamera ohne Elektronenröhre vor

Für Streak-Kameras werden heute noch Elektronenröhren eingesetzt um schnelle Vorgänge mit Auflösungen im Nano- und Piko-Sekundenbereich zu erfassen. Streak-Kamera sind damit sehr leistungsfähig aber auch groß und teuer. Optronis bietet die weltweit erste kommerziell verfügbare Streak-Kamera die einen Halbleiter-Sensor anstelle einer Elektronenröhre einsetzt. Die „Solid State Streak“ Kamera mit der Modellbezeichnung S3C-1 zeichnet Daten mit rund 1 Terabyte/Sek auf.

Der Halbleiter-Sensor tastet das optische Signal entlang einer Line mit einer zeitlichen Auflösung im Nano-Sekundenbereich ab. Die S3C-1 erfasst 200 Kanäle simultan und speichert je 200 zeitliche Werte. Abtastintervalle von 500 ps bis 50 μs stehen zur Verfügung womit Zeitfenster von 100 ns bis 10 ms einstellbar sind. Die Zeitauflösung liegt nahe bei 1 ns. Die Triggerung der Aufnahme muss nicht wie bei konventionellen Streak-Kameras vor dem Ereignis erfolgen, sondern kann auch danach stattfinden. Damit wird erstmals die für Streak-Kameras neue Möglichkeit des Post-Triggerns realisiert. Die S3C-1 hat Abmessungen von 12x 12 x 10 cm³ und wiegt ca. 2 kg.


15. Dezember 2020