30 Jahre Optronis Deutschland.
40 Jahre technologische Wurzeln in der ultraschnellen optischen Messtechnik.
Und eine Aufgabe, die uns bis heute antreibt:
sichtbar machen, was zu schnell ist, um es zu sehen.
MAKE TIME VISIBLE
01 – Die Anfänge:
Wenn selbst ein Photon und eine Pikosekunde zählen
1 Photon
Wie misst man Licht, wenn beinahe keines vorhanden ist?
1986 begann die Entwicklung des Streakkamera-Systems „OptoScope“ zur Marktreife. Damit wurde es möglich einzelne Photon zu erfassen und zu zählen. Extrem schwache optische Ereignisse konnten verlässlich sichtbar gemacht werden. Entscheidend war nicht nur, etwas „zu sehen“, sondern es messen zu können.
5 Pikosekunde
Was passiert, wenn selbst eine Nanosekunde zu ungenau ist?
Mit der „OptoScope“ Streakkamera konnten nicht nur extrem schwache Signale gemessen werden sondern auch deren Dauer. Die Zeit wird damit mit einer Auflösung bis in den Pikosekundenbereich erfasst. Das ist ein Millionstel einer millionstel Sekunde. Bei ultraschnellen optischen Messungen kann bereits ein winziger zeitlicher Jitter Messergebnisse beeinträchtigen. Optronis entwickelte das Streak-Systeme von Anfang an mit dem Fokus auf zeitliche Stabilität.

02 – Wenn ein Augenblick zu schnell für das Auge ist
1996: 512 × 512 PIXEL. 1.000 BILDER PRO SEKUNDE.
Als die Entwicklung 1996 in Deutschland startete, steckte Machine Vision noch in den Kinderschuhen. Analoge Kameras und Frame Grabber dominierten den Markt. Für elektronische High-Speed-Kameras gab es noch keine geeignete Schnittstelle, über die große Bilddatenmengen kontinuierlich übertragen werden konnten. Deshalb wurden die Aufnahmen zunächst intern gespeichert.
Eine der ersten Optronis Kameras erfasste 512 × 512 Pixel mit 1.000 Bildern pro Sekunde. Heute wirkt das fast bescheiden. Damals bedeutete es: Ein schneller Vorgang, von dem vorher vielleicht nur Anfang und Ende sichtbar waren, ließ sich erstmals Bild für Bild untersuchen.
Es ging schon damals nicht um Geschwindigkeit als Selbstzweck. High-Speed Imaging wurde zum Werkzeug für Fehlersuche, Prozessbeobachtung und technisches Verständnis. Aus einem Augenblick wurden Daten. Und aus Daten wurde Verständnis.
03 – 2011:
Bilder aufzunehmen war nur die halbe Lösung
AUFNEHMEN → ÜBERTRAGEN → VERARBEITEN

Frühe High-Speed-Kameras arbeiteten vor allem nach dem Prinzip: aufnehmen, intern speichern, auslesen und anschließend analysieren. Für industrielle Machine Vision reicht das nicht. Hier müssen Bilddaten kontinuierlich dort ankommen, wo sie verarbeitet werden – schnell, zuverlässig und mit vorhersehbarem Timing.

Mit CoaXPress änderten sich die Möglichkeiten grundlegend. Optronis stellte 2011 nach eigener Darstellung die weltweit erste 4-Megapixel-CoaXPress-High-Speed-Kamera vor. Große Bilddatenmengen konnten nun mit hoher Geschwindigkeit digital übertragen und High-Speed Imaging deutlich einfacher in industrielle Systeme integriert werden.
Aus der Frage „Was ist gerade passiert?“ wurde zunehmend: „Was passiert gerade – und wie kann das System darauf reagieren?“ High-Speed Imaging wurde High-Speed Machine Vision.
04 – Then / Now:
Fast alles hat sich verändert. Die Aufgabe nicht.
THEN
512 × 512 px
1.000 fps
interner Speicher
Analyse danach
schnelle Ereignisse erfassen
NOW
hochauflösende Sensoren
extrem hohe Datenraten
kontinuierliche Übertragung
Machine Vision / Echtzeitintegration
zuverlässige Bilddaten bereitstellen
Was geblieben ist? Den entscheidenden Moment zuverlässig sichtbar machen.
05 – Heute:
High-Speed ist mehr als Bildrate
WAS PASSIERT, WENN KAMERAS IMMER MEHR SEHEN KÖNNEN?
ES ENTSTEHEN IMMER MEHR DATEN.

Moderne Sensoren verbinden hohe Auflösungen mit hohen Bildraten. Damit verschiebt sich die Herausforderung: Es genügt nicht mehr, Bilder nur schnell zu erzeugen. Das gesamte Imaging-System muss die entstehenden Datenmengen zuverlässig, reproduzierbar und integrierbar bereitstellen.
Genau hier setzt die heutige Optronis Welt an. CyclonePlus und CycloneFiber stehen für High-Speed Machine Vision mit hoher Bandbreite, deterministischer Datenübertragung und industrieller Integrationsfähigkeit. Standards wie CoaXPress, GenICam und EMVA 1288 helfen dabei, leistungsfähige Technik vergleichbar, planbar und einfacher integrierbar zu machen.
HIGH BANDWIDTH
große Bilddatenmengen
zuverlässig übertragen
DETERMINISTIC DATA
vorhersehbare und stabile
Bilddatenströme
MACHINE VISION READY
für industrielle Integration
entwickelt
06 – 2026:
Das nächste Kapitel – Hurricane
100 Gb/s. 9 GPixel/s.

Sensoren werden schneller. Auflösungen steigen. Anwendungen verlangen immer mehr Bildinformationen in immer kürzerer Zeit. Damit stellt sich heute im Kern dieselbe technische Frage wie vor Jahrzehnten – nur in einer völlig anderen Größenordnung: Wie lassen sich immer größere Bilddatenmengen so beherrschen, dass der entscheidende Moment zuverlässig messbar bleibt?
Mit Hurricane öffnet Optronis auf der VISION 2026 das nächste Kapitel der High-Speed Machine Vision. Die neue Kamerageneration steht für Datenraten bis 100 Gb/s und bis zu 9 GPixel/s – und damit für die konsequente Fortsetzung einer Entwicklung, die bei Optronis seit Jahrzehnten im Mittelpunkt steht: schnelle Vorgänge sichtbar machen und die dabei entstehenden Bilddaten zuverlässig bereitstellen.
„Der Kunde soll die Bilddaten bekommen, die seine Anwendung benötigt – auch wenn er selbst kein Spezialist für Kameratechnik ist.“
Technologie verändert sich. Unser Anspruch bleibt.
- Schnelle Prozesse erfassen.
- Zuverlässige Bilddaten liefern.
- Technik verständlich und nutzbar machen.
30 Jahre Optronis Deutschland.
40 Jahre technologische Wurzeln.
MAKE TIME VISIBLE.
Dr. Patrick Summ, Geschäftsführer

Wegweisende Innovationen
Seit 1986 begleiten wir die ultraschnelle optische Messtechnik. Als aktiver Marktpartner zählen wir es auch zu unserer Aufgabe, Technologien und Anwendungsmethoden weiterzuentwickeln. Dabei konnten wir nachhaltige Erfolge verzeichnen und Technologien und Trends aktiv entwickeln. Mit Optronis-Produkten setzen Sie als auf bewährte und gleichsam modernste Technologien.