Warum CoaXPress ?

Vergleich verschiedener Schnittstellen mit hoher Bandbreite für industrielle Kameras

Wir erhalten viele Fragen zu unseren Kameras mit CoaXPress (CXP)-Schnittstelle und was die Unterschiede zu anderen am Markt erhältlichen Schnittstellen sind. Wir möchten auf die wichtigsten Unterschiede eingehen.

Ergänzend zur Tabelle wird eine genauere Beschreibung der CoaXPress-Schnittstelle gegeben.

  • Bandbreite: Seit CoaXPress im Jahr 2011 als offizieller Standard veröffentlicht wurde, hat sich die Schnittstelle im High-End-Bereich der Bildverarbeitung etabliert. Mit der neuesten Version 2.0 (CXP-12) sind Datenübertragungsraten von 50 Gbit/s möglich. Dies entspricht z. B. einer Übertragung von 280 Bildern/s bei 16 MPixel Auflösung.
  • Kabellänge: Längen von 40 m und mehr decken die meisten Anwendungen in der industriellen Bildverarbeitung ab. Für länger Verbindungen sind Konverter für faseroptische Kabel erhältlich.
  • Triggerung und Echtzeitfähigkeit: CoaXPress bietet sehr genaue Triggermöglichkeiten über die gleiche Leitung wie die Übertragung der Bilddaten. Sowohl die Daten als auch die Triggerung werden mit konstanten Verzögerungszeiten (Latenz) übertragen. Der Trigger-Jitter ist praktisch vernachlässigbar. Dies ist für die genaue Synchronisation mehrerer Kameras notwendig und wird für in Verbindung mit Beleuchtungs- oder Datenerfassungssystemen genutzt. Die Schnittstelle ist daher echtzeitfähig und ideal für industrielle Automatisierungsanwendungen.
  • Stromversorgung: Die Kamera kann direkt über die CoaxPress Schnittstelle versorgt werden. Die lokale Spannungsversorgung entfällt was die Installation vereinfacht.
  • Prozessorlast und Grabber: Die Vorteile bei der Verwendung von Framegrabbern ist die minimale Prozessbelastung des PC Systems, die Daten werden vom Grabber per DMA direkt in den Speicher transferiert. Damit stehen mehr Reserven für die nachfolgende Bildverarbeitung bereit.
  • Pre-Processing: Viele Framegrabber bieten die Möglichkeit direkt in Echtzeit auf dem Grabber Berechnungen durchzuführen (laser line extraction, blob, compression usw.) was zu schnelleren Ergebnissen führt und die Bildverarbeitung beschleunigt.
  • Verbreitung: Seit CoaXPress 2011 als offizieller Standard veröffentlicht wurde, hat sich die Schnittstelle im High-End Machine Vision Bereich durchgesetzt. Es existiert ein breites Produktspektrum mit vielen Anbietern (>50) im Bereich Kameras, Kabel, Framegrabber und Repeater.
  • Kosten: Die Preise für ein CoaXPress Setup sind durch die zusätzliche Komponente des Framegabbers etwas teuerer als Systeme, welche im PC vorhandene Standard-Schnittstellen verwenden. Vergleicht man jedoch den Preis/Gbit/s ergibt sich ein günstigeres Gesamtbild.
  • Plug and Play: Die Kamera kommuniziert über den Standard GeniCam direkt mit dem Framegrabber, daher ist für die Kamera kein SDK oder Steuersoftware notwendig. Alle Einstellparameter sind direkt über den GenICam-Explorer des Framegrabbers steuerbar.
  • Multikamera: Zusätzlich bietet die CoaXPress Schnittstelle die Möglichkeit der Multikamerasteuerung. Damit ist es möglich mehrere Kameras an einem Grabber anzusteuern. Es kann entweder eine Kamera mit 4 Kanälen, 2 Kameras mit 2 Kanälen oder 4 Kameras mit je einem Kanal direkt an einem 4 Kanal Framegrabber betrieben werden.

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