Das Streak-Prinzip

 

Beim Streak-Prinzip wird das Bild des Eingangsschlitzes auf einem Schirm dargestellt während es sich orthogonal zur Schlitzrichtung bewegt. Die Ablenkung erfolgt dabei mit konstanter und bekannter Geschwindigkeit. Entlang der Bewegung kann dem Schirm eine Zeitachse und entlang des Eingangsschlitzes eine räumliche Achse zugeordnet werden. Somit steht für jeden Punkt auf dem Schirm eine Zeit- und Rauminformation zur Verfügung. Bewegt sich nun das Bild schnell im Vergleich zur Dauer eines auf den Eingangsschlitz gerichteten Lichtpulses, so wird dieser auf dem Schirm in zeitlicher Richtung verlängert dargestellt. Die Verlängerung kann direkt der Pulsdauer zugeordnet werden. Beim Streak-Prinzip entsteht somit ein Bild, das entlang einer Achse eine Zeitinformation enthält. Die räumliche Achse kann zur Darstellung mehrerer Signale verwendete werden, wie sie zum Beispiel als Spektrum am Ausgang eines Spektrometers vorhanden sind.

 

 

Technisch kann das Streak-Prinzip über einen sich drehenden Spiegel realisiert werden. Deutlich höhere Ablenkgeschwindigkeiten und somit bessere Zeitauflösungen erreicht man durch den Einsatz von Elektronenröhren, sogenannter Streakröhren. Der Eingangsschlitz wird optisch auf der Photokathode der Streakröhre abgebildet. Die emittierten Elektronen werden über eine Hochspannung in Richtung Phosphorschirm beschleunigt und erzeugen dort ein Bild des Eingangsschlitzes. Auf dem Weg zum Schirm passieren die Elektronen die Ablenkplatten, an die eine sich zeitlich schnell ändernde Spannung angelegt wird um die Ablenkung zu realisieren. Das Auslesen des Phosphorschirms erfolgt über eine Auslesekamera. Praktisch wird oft noch eine Verstärkerstufe verwendet. Diese kann als MCP in der Streakröhre oder als externer Bildverstärker ausgeführt sein.

 

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