Trends in der Machine-Vision

 

 

Der Markt der Bildverarbeitung und alle damit verbundenen Technologien ist weiter im Aufwärtstrend. Ein jährlicher Zuwachs von 10-15% weltweit allein im Bereich Machine Vision zeugt nicht nur von hohem Interesse. Stabile, funktionierende Technologien, aber vor allem auch die enorme Innovations- und Entwicklungsgeschwindigkeit sind Faktoren, welche den Markt weiter antreiben.

Ausgereifte Bildverarbeitungstechnologien bieten dem Anwender hohe Sicherheit und stärken das Vertrauen der angebotenen Technologien. Bildverarbeitungskomponenten bzw. -systeme haben eine hohe Akzeptanz in der industriellen Umgebung und es finden sich immer neue Anwendungsfelder, die durch die „klassische“ Bildverarbeitung erschlossen werden können. Die Messalgorithmen arbeiten stabil und liefern zuverlässige Messergebnisse. All das führt zu beständiger, wenn nicht steigender Nachfrage in einem weiter wachsenden Markt.

Durch die langjährige Erfahrung mit den Auswertealgorithmen können viele Prozesse auch „embedded“, also mit nahe an den Kamerasystemen integrierten Auswerteprozessoren arbeiten. Dies spart Kosten und erhöht die Zuverlässigkeit der bilderfassenden Messgeräte im Feld.

Der klassischen Bildverarbeitung stehen neue Technologien gegenüber, die ein gewisses „WOW“-Potenzial in sich vereinen. Dies sind Technologien, die eine Erhöhung der Bilddatenrate (Bilddatenrate = Bilddetail x Bildrate) um bis zu zwei Größenordnungen (Verzehnfachung bzw. Verhundertfachung) ermöglichen. Getrieben wird diese Technologie von neuen CMOS-Bildsensoren, die gegenüber der klassischen CCD-Technologie weitaus höhere Bilddatenraten erlauben. Die Sensoren bieten zudem hohe Bildqualitäten, die in der Machine Vision in 2D bzw. 3D AOI erforderlich sind.

Um diese Leistungsklasse zu beherrschen, sind jedoch mit der CMOS-Sensorik einhergehende, neue Technologien erforderlich. Das sind die Bilddatenschnittstelle CoaXPress, die Bildeinzugskarte (FrameGrabber), der einheitliche Standard zur Parametrierung der Kameras (GenICam) und die Prozessoren (FPGAs, GPUs) in der angeschlossenen Prozessorumgebung. Nicht nur der Anwender, auch der Systemintegrator wird hier vor neue Anforderungen gestellt. Allein der Systemintegrator muss zusätzlich zur Algorithmik fundiertes Know-How in der Anbindung schneller Systemkomponenten mitbringen. Unterstützung in den neuen Technologien bieten Standards, an die sich Anwender aber auch Integrator anlehnen können. Qualitätsaussagen zu den CMOS-basierten Kameras liefern EMVA1288 Messungen, die Optronis bei allen Machine Vision-Kameras, die dieser neuen Leistungsklasse entsprechen, durchführt. Weiterhin bieten GenICam-Schnittstellen eine gewohnte Orientierung. Je weiter sich die Technologie entwickeln wird, umso wichtiger werden für Anwendung und Integration Vergleichbarkeit und einfache Handhabung. Optronis-Kameras bieten schon heute die höchste Standardisierung im Machine Vision-Umfeld.


29. März 2017